Ausblick auf die kommende Zeit beim TuS

Ausblick auf die kommende Zeit beim TuS

03/01/2017

Die eigentlich besinnliche Weihnachtszeit wurde beim Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal vor allem durch die Meldung der Insolvenz beim Konkurrenten FC Gütersloh getrübt.

 

Die Mannschaft von Trainer Imre Renji, die sich aktuell noch in der Trainingspause befindet, schaut nun interessiert auf die Vorgänge in Ostwestfalen. Der FC Gütersloh hat mit Beginn seine Unterlagen für eine drohende Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht in Bielefeld eingereicht. „Das wird, wenn es soweit kommt, einen gehörigen Einfluss auf die aktuelle Tabelle haben“, sagt der sportliche Leiter der Ennepetaler, Thomas Riedel.

 

Die Ostwestfalen rangieren in der Tabelle aktuell auf dem zwölften Platz genau einen Platz hinter dem TuS. Sollte in den nächsten Tagen ein Insolvenzantrag beim Fußball-und Leichtathletikverband Westfalen eingehen, würden alle Spiele des FCG aus der Wertung genommen werden, Gütersloh würde als erster Absteiger feststehen. Für die Klutertstädter selbst ändert sich an der aktuellen Punkteausbeute zwar nichts, weil man das Gastspiel in Ostwestfalen im Oktober ohnehin mit 1:3 verlor.

 

Dafür profitieren einige andere Teams im direkten Tabellenumfeld. Beispielsweise würde ein Rückzug von Gütersloh dem Nachbarn aus Bielefeld in die Karten spielen, die Arminia würde dadurch zwei Plätze in der Tabelle klettern. Bielefeld profitiert dabei von den Ergebnissen von Neuenkirchen und Rheine, die beide gegen Gütersloh gewinnen konnten. Der TuS bleibt dagegen bei unveränderter Punktanzahl auf dem zehnten Platz, lediglich das Torverhältnis wäre nach Abzug der drei Gegentore und dem eigenen Treffer ausgeglichen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, Staffelleiter Roland Spohn vom FLVW hat noch keine Bestätigung eingereicht bekommen: „Angeblich wurde am Montag ein Antrag beim Amtsgericht eingereicht“ beschreibt Spohn die aktuelle Situation.

 

Thomas Riedel glaubt indes an einen Anfang einer weitreichenden Entwicklung: „Der FC Gütersloh wird wahrscheinlich nur der Anfang sein. Es steht nicht gut um viele Vereine, der Verband bietet kaum Unterstützung an. „Die Abgaben werden immer höher. Alles was der Verband für uns tut, ist einen tollen Werbespot über die Amateure zu senden“ sagt Riedel, den das Thema besonders ärgert.

 

Der TuS bereitet sich indes ab kommender Woche auf die Rückrunde in der Oberliga Westfalen vor.

 

Test gegen Wuppertal als Auftakt

 

Einen freien Tag pro Woche haben die Kicker vom Bremenstadion ab nächster Woche, vier Vorbereitungsspiele sind aktuell geplant. Höhepunkt der Winter-Vorbereitung ist dabei direkt das Aufeinandertreffen mit Regionalligist Wuppertaler SV. Das Spiel steigt am Samstag, 14. Januar, im Bremenstadion. Thomas Riedel hofft dabei auf gutes Wetter: „Das ist ein knalliger Auftakt ins neue Jahr, ich hoffe das Wetter spielt mit und einige Zuschauer finden den Weg zu uns“, sagt der sportliche Leiter über den Vorbereitungsauftakt. Die übrigen Begegnungen in den Wochen bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Oberliga finden ebenfalls im Bremenstadion statt. Am 22. Januar erwartet die Renji-Truppe die SpVg Hagen 11, aktuell Tabellenzwölfter in der Landesliga Gruppe 2. Eine Liga höher spielt der dann folgende Gegner vom FC Iserlohn. Der fünfte der Westfalenliga gastiert eine Woche später, am 29. Januar in Ennepetal. Das letzte Vorbereitungsspiel steigt dann am 2. Februar, dann empfängt der TuS mit dem FSV Werdohl einen weiteren Landesligisten im Bremenstadion.

 

Dieses ist nach der Platzsperre gegen Ende des vergangenen Jahres dann wieder bespielbar. Zuletzt hatte ein defekter Flutlichtmast für die Absage des Spiels gegen den FC Kaan-Marienborn gesorgt. Wann das Spiel nachgeholt wird, steht noch immer nicht genau fest. Entweder am 5.2 oder am eigentlich spielfreien Karnevalssonntag soll das Spiel nachgeholt werden.

 

Ob der TuS dann auf Renan Teixeira bauen kann, ist aktuell fraglich. Der brasilianische Neuzugang beantragte eine Weiterbewilligung seiner Aufenthaltserlaubnis, diese wurde ihm allerdings aufgrund fehlender Unterlagen bisher nicht erteilt. „Renan bekommt da jede Unterstützung von uns die er braucht“ so Riedel, der darauf hofft, dass Teixeira auch weiterhin zum TuS-Kader gehört. Ansonsten bleibt der Kader des TuS Ennepetal unverändert, es gibt keine Ab- oder Zugänge zu verzeichnen. „Das ist vielleicht unser Vorteil, wir sind eingespielt und müssen keine neuen integrieren“, nimmt Riedel die Konstanz im Kader positiv hin.

 

Fabian Vogel: Insolvenz von Gütersloh wirbelt die Oberliga-Tabelle durch (WAZ.de)