Der Blick richtet sich beim TuS Ennepetal nach unten

Der Blick richtet sich beim TuS Ennepetal nach unten

03/11/2016

In einer bislang durchwachsenen Spielzeit wird es für den TuS Ennepetal schwer, genug Punkte zu sammeln. Vor allem weil es fünf Absteiger geben könnte.

Der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal gilt als ruhig geführter Verein. In den vorherigen vier Spielzeiten in Westfalens Beletage war es stets so, als die Klutertstädter nahe der Abstiegszone waren, mal einen schlechten Lauf hatten. So ist es auch in der fünften, der aktuellen Spielzeit. Wenngleich eine innere Unruhe herrscht angesichts der möglichen Punktabzüge und des möglichen Nachholspiels – einem skandalösen Vorgang angesichts der Tatsache, dass dem TuS Ennepetal kein Fehler in Sachen Spielberechtigung von Renan Teixeira gegen Hamm und Rheine attestiert wurde.

Form zeigte zuletzt nach oben
Wie in jedem Jahr geht der Blick des TuS Ennepetal auf die untere Tabellenregion. Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel. Nicht mehr und nicht weniger. Das galt auch nach den ersten Spielen, als den Mannen um Trainer Imre Renji der beste Saisonstart der fünfjährigen Zugehörigkeit in der Oberliga gelang. Doch mittlerweile gab es einen Negativtrend. Lässt man den Sieg gegen die Hammer SpVg außen vor – die Partie soll am 19. November, dem Tag vor Totensonntag, nachgeholt werden – ist der TuS Ennepetal seit acht Wochen ohne dreifachen Punktgewinn; zuletzt mit dem 2:0 gegen Erndtebrück durch die Treffer von Maik Bollmann und Robin Gallus. Aber: Die Nullnummer zuletzt gegen die Zweitvertretung von Arminia Bielefeld zeigte ansteigende Form – vor allem mit einer Abwehrleistung, auf die sich aufbauen lässt.

Bis zu fünf Absteiger möglich
Dass der Blick nach unten nicht unwichtig sein kann, zeigt die aktuelle Situation in der Fußball-Regionalliga. Je nach Konstellation wird es mehr als die obligatorischen zwei Oberliga-Absteiger geben. Bis zu fünf Mannschaften könnte es treffen. Nimmt man allein die Momentaufnahme, dass aus Westfalen mit TSG Sprockhövel (acht Punkte Rückstand zum Nicht-Abstiegsplatz), RW Ahlen und SF Siegen (jeweils neun Punkte Rückstand) gleich drei Teams aus der Regionalliga in die Oberliga runter müssten, dann würden vier Oberliga-Teams in die Westfalenliga absteigen. Je nach dem, ob bzw. wie viele Teams einen möglichen Aufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga wahrnehmen würden, könnten es fünf Oberliga-Absteiger werden.

Der TuS Ennepetal hat derzeit einen vergleichsweise komfortablen Abstand zur Abstiegszone. ASC Dortmund (6 Pkt) und SC Paderborn II (7 Pkt) sind auf den Abstiegsrängen platziert. Auf dem drittletzten Platz steht die Spvgg Erkenschwick (8 Pkt) auf dem viertletzten der SuS Stadtlohn (9 Pkt). Ennepetal mit 15 Punkten muss sich als Zehnter keine akute Sorgen machen. Aber: Beim Abzug der Punkte aus dem 1:1 gegen Rheine hätte Ennepetal 13 Punkte, würde auf Rang 13 abrutschen. Der fünftletzte Rang. Es würde enger. Am Rande: In der offiziellen Angabe auf „fussball.de“ sind die Punkt-Abzüge gegen Rheine und die Nicht-Wertung des Spiels gegen Hamm (noch) nicht eingerechnet.

Schwere Spiele stehen an
Allerdings stehen dem TuS Ennepetal mit dem Gastspiel am Sonntag beim ambitionierten SV Lippstadt (hinkt als Siebter den eigenen Ansprüchen hinterher) sowie eine Woche später im Bremenstadion gegen Tabellendritten Westfalia Rhynern schwere Aufgaben bevor. Eine nicht einfache Situation, die zu meistern der TuS Ennepetal allemal in der Lage ist.

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