Ennepetal zu Gast in Lippstadt

Ennepetal zu Gast in Lippstadt

05/11/2016

„Wir wollen gewinnen, Lippstadt muss gewinnen.“ So sieht Imre Renji, Trainer des TuS Ennepetal, die Ausgangslage vor der Begegnung. Lippstadt ist seit vier Spielen ohne Heimsieg.

 

Mit der achten sieglosen Woche gab es zuletzt durch der Nullnummer eine steigende Leistungstendenz beim Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal. Vor allem bot die Mannschaft eine Abwehrleistung, auf die sich aufbauen lässt. Am morgigen Sonntag kommt eine echt harte Bewährungsprobe – mit dem Gastspiel beim SV Lippstadt.

 

In und gegen Lippstadt haben die Klutertstädter noch nie gewonnen. In drei Meisterschaften trafen sie bisher aufeinander. Drei Niederlagen, drei Remis. Und mit einer Punkteteilung, die es tabellarisch ja so schon lange nicht mehr gibt, wären die Gäste bereits zufrieden. „Wir wollen gewinnen. Lippstadt muss gewinnen“, beschreibt Ennepetals Trainer Imre Renji die Situation vor dem Anpfiff. Das lässt den TuS Ennepetal befreit aufspielen.

 

Lippstadt mit mieser Heimbilanz

Lippstadt hadert mit der Heimbilanz, mit der gesamten bisherigen Saison-Bilanz. Denn der SVL zählt einmal mehr zum Kreis der Liga-Favoriten. Doch die Truppe um Trainer Stefan Fröhlich hinkt derzeit den Erwartungen hinterher. Zumal sich Lippstadt enorm verstärkt hat: die Keeper Bechthold (Bielefeld II) und Kampe (RW Ahlen), die offensiven Spieler Todte (SC Roland) und Rump (SC Paderborn II) sowie fürs Mittelfeld Kraus (FC Gütersloh) und Bechthold (RW Ahlen). Doch bisher ist es nur der siebte Platz, daheim gab es in den vergangenen vier Spielen keinen Sieg – das soll sich aus Lippstädter Sicht ändern. „Das ist schon eine ausgesprochen starke Mannschaft. Es wird schwer, da etwas mitzunehmen“, sagt Renji.

 

Dennoch: Aus Ennepetaler Sicht könnte sich gerne ändern, dass es noch nie einen dreifachen Punktgewinn gegen Lippstadt in der westfälischen Beletage gegeben hat. Zumindest hat Imre Renji alle Spieler zur Verfügung, um ein überraschendes Ergebnis zu erzielen. Fast. Denn Björn Sobotzki fehlt weiterhin aus privaten Gründen, mit den Langzeitverletzten Ozan Simsek und Kevin Ropiak ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen.

 

Wie Renji letztendlich seine Mannschaft ins Rennen schicken wird, ist offen. Für Überraschungen ist der TuS Ennepetal jedenfalls immer gut. Denn Renji weiß auszunutzen, dass der Konkurrenzkampf intern groß ist und daher durchaus fruchtbar sein kann. „Wer eine Pause braucht, kann diese gerne bekommen“, sagt der Trainer. Zuletzt waren es Tim Dosedal und Nils Nettersheim, die diese Pause genießen durften. Im Spiel gegen Bielefeld fanden sich beide Offensiv-Kräfte, die man eigentlich als gesetzt bezeichnen dürfte, auf der Bank wieder. Dosedal kam in der 79. Minuten, Nettersheim spielte gar nicht.

 

Doch durchaus ist es am Sonntag möglich, dass beide von Beginn an spielen. Genauso ist es möglich, dass junge und hungrige Spieler ihre Chance bekommen.

 

(Heinz-G. Lützenberger: Ennepetal zu Gast in Lippstadt | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/ennepetal-gevelsberg-schwelm/ennepetal-zu-gast-in-lippstadt-id12331353.html#plx389102274, 04.11.2016)