Neujahrsempfang 2017 beim TuS Ennepetal

Neujahrsempfang 2017 beim TuS Ennepetal

29/01/2017

Teilnehmerfeld zum SPAX-Cup vorgestellt - Flamengo Rio de Janeiro als Neuling - Zenit zum zweiten Mal dabei

 

Es war spannend im Vereinsheim des TuS Ennepetal. Der Oberligist hatte für Sonntagvormittag zum Neujahrsempfang eingeladen – und traditionell wurde dabei auch das Teilnehmerfeld zum SPAX-Cup 2017 vorgestellt. Dabei dürfen sich die Fußballfans auf einen Turnierneuling aus Brasilien freuen. Und möglicherweise wird zu Pfingsten auch der frisch gebackene deutsche U19-Meister in Ennepetal zu Gast sein – die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht…

 

Zwei Brasilianer, ein russisches und ein niederländisches Team

 

Bei den Gästen aus dem Ausland gibt es einen Turnierneuling, den der sportliche Leiter Thorsten Kornemann mit einem gewissen Stolz vorstellen konnte: „In diesem Jahr wird erstmals Flamengo Rio de Janeiro zu uns nach Ennepetal kommen. Damit können wir die Reihe der brasilianischen Teams, die schon bei uns gespielt haben, um einen weiteren attraktiven Namen erweitern!“ Mit Flamengo wird der Nachwuchs des fünfmaligen brasilianischen Meisters und einmaligen Weltpokalsiegers die Reise nach Deutschland antreten. Und dort werden sie unter Umständen auf ihre Landsleute von Atlético Mineiro treffen – denn auch der dreimalige Sieger des SPAX-Cups wird wieder in Ennepetal zu Gast sein. Es ist bereits die neunte Turnierteilnahme: „Atlético können wir schon als Stammgast bezeichnen. Und wir freuen uns immer wieder, diesen traditionsreichen Verein hier bei uns zu haben“, so Kornemann. Nach neun Jahren Abstinenz ist es zudem wieder gelungen, Zenit Sankt Petersburg ins Bremenstadion zu locken. Der Nachwuchs des viermaligen russischen Meisters war 2008 zum bisher einzigen Mal zu Gast. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld aus dem Ausland durch Feyenoord Rotterdam. Bei ihren bisherigen fünf Auftritten in Ennepetal konnten die Niederländer unter anderem einen zweiten und einen dritten Platz verbuchen.

 

Schalke, Hamburg, Wolfsburg und TuS

 

Äußerst attraktiv und spannend auch die deutschen Vertreter des diesjährigen Turniers: Mit Vorjahressieger FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg werden zwei Teams anreisen, die in der U19-Bundesliga West bzw. Nord aktuell Spitzenplätze einnehmen und somit gute Chancen haben, sich für die Endrunde der deutschen Meisterschaft zu qualifizieren. „Und da das Finale bereits zwei Wochen vor dem Pfingstwochenende ausgetragen wird, könnte es sein, dass der neue deutsche Meister seine Visitenkarte im Bremenstadion abgeben wird“, freut sich Thorsten Kornemann. Wie auch immer: Der eventuelle Meister wird sich zudem noch mit dem Hamburger SV und dem Team des gastgebenden TuS Ennepetal messen müssen. Der HSV konnte den Siegerpokal bei seinen bisher 16 Turnierteilnahmen zweimal mit nach Hause nehmen; zwei weitere Male reichte es immerhin zum zweiten Platz. Für den TuS Ennepetal geht es einmal mehr darum, sich so teuer wie möglich zu verkaufen und den hoch-favorisierten Gastvereinen vielleicht das eine oder andere Beinchen zu stellen: „Wir werden auf jeden Fall kämpfen und alles geben! Und wenn es dann zu einem Punkt reicht, wäre das natürlich umso schöner“, so die beiden TuS-U19-Spieler Alex Pordzik und Max Koch unisono.

 

„Verjüngungskur“ im Turnier-Organisationsteam

 

Sportlich sind die Weichen für den SPAX-Cup 2017 also gestellt – und auch hinter den Kulissen sind wichtige Schritte für die Zukunft des Turniers getan worden: Das langjährige Organisationsteam – in seiner bisherigen Zusammenstellung existiert es seit 1998 – hat sich personell verstärkt und verjüngt. „Es ist sicherlich kein Generationswechsel, weil wir ‚Alten‘ ja noch weiter an Bord bleiben“, so TuS-Chef Michael Peiniger. „Aber irgendwann wollen wir uns zurückziehen – und deshalb sind wir froh, dass wir diese echten TuS-Jungs für die Arbeit in der Turnierorganisation begeistern konnten.“ Diese

echten TuS-Jungs, das sind Alexander Ischebeck und Philipp Rath, die sich gemeinsam mit Thorsten Kornemann um den sportlichen Bereich kümmern, Marvin Tholen und Jan Oberdorf, die Willi Vering im Außersportlichen unterstützen, sowie Jan Schulte und Sebastian Angelone, die den Bereich Medien und Technik zwar schon seit einigen Jahren während des Turniers verstärken, jetzt aber auch intensiver in die Vorbereitungen eingebunden werden. Zudem nimmt Marco Bösebeck seit einigen Monaten die Position des stellvertretenden Jugendleiters ein und wird aus dieser Rolle heraus auch verstärkt rund um den SPAX-Cup auftreten. „Die meisten von uns haben das Turnier vor vielen Jahren schon als Balljungen verfolgt – und jetzt wollen wir eben auch den nächsten Schritt gehen“, fasst Alex Ischebeck die Motivation der „Next Generation“ (Willi Vering) zusammen. Und Michael Peiniger ist sich sicher: „Bei denen sieht man noch das Feuer in den Augen!“ (msc)