TuS Ennepetal kann SV Lippstadt doch besiegen

TuS Ennepetal kann SV Lippstadt doch besiegen

07/11/2016

SV Lippstadt – TuS Ennepetal 0:2 (0:0)

 

TuS Ennepetal: Weusthoff – Winczura, Siepmann, Bollmann, Gerding, Strohmann, Hausmann, El Youbari, Gallus (86. Sesay), Chaoui (63. Dosedal), Lahchaychi (63. Nettersheim).

Tore: 0:1 (46.) Gallus; 0:2 (64.) Nettersheim.

Zuschauer: 201.

 

Im Fußball geht jede Serie einmal zuende. Auch in der Oberliga. Der TuS Ennepetal konnte gegen den SV Lippstadt in drei Meisterschaften nicht gewinnen. Gestern gelang den Gästen aus der Klutertstadt der erste dreifache Punktgewinn. Robin Gallus und Nils Nettersheim sorgten für den 2:0 (0:0)-Sieg im Stadion Bruchbaum.

 

Sekunden nach Einwechselung

Dabei könnte sich durchaus Ennepetals Trainer Imre Renji quasi selbst auf die Schulter klopfen. Allein, er würde es nie machen. Dennoch: Sein glückliches Händchen bei den Einwechselungen brachten eine Vorentscheidung. Zunächst hatte er Tim Dosedal und Nils Nettersheim wie schon am Vorsonntag bei der Nullnummer gegen Bielefeld auf der Bank schmoren lassen. Diesmal kamen beide nach einer guten Stunde. Genauer: In der 63. Minute betrat Dosedal das Feld für Anas Chaoui, Nettersheim für Ibrahim Lahchaychi. In der 64. Minute erzielte Nils Nettersheim mit dem 2:0 – nur wenige Sekunden nach seiner Einwechselung,. „Er hat die richtige Antwort gegeben“, so Imre Renji angesichts der zweimaligen Nicht-Beachtung in der Start-Elf.

 

Damit war die Begegnung allerdings noch nicht ganz entschieden. Lippstadt machte mehr Druck, ließ den Glauben an eine Wende erkennen. Ennepetal stand stabil, die Null blieb stehen. Auch dank des unermüdlichen Einsatzes aller – allen voran die Defensive mit der Viererkette Winczura-Siepmann, Bollmann-Gerding. Davor agierten Hausmann und Strohmann im defensiveren Mittelfeld, El Youbari, Gallus und Chaoui davor, Lahchaychi im Sturmzentrum.

 

Überdies ergaben sich durch den stärker werdenden Druck der Gastgeber Räume für die Gäste. Die Folge waren gut Möglichkeiten für Gallus, El Youbari und Chaoui.

 

Dabei hätte es unangenehm für Ennepetal vor der Pause werden können. Gut, Ennepetal begann die Partie stark, zeigte sich überlegen und hatte auch in Anas Chaoui einen Stürmer, der mächtig Druck aufbaute. Gerade in den ersten 25 Minute stand Ennepetal stabil. Doch kurz vor der Pause hätte es fast im Ennepetaler Gehäuse geklingelt. „Da hat Marvin Weusthoff überragend reagiert, sonst wären wir mit einem 0:1 in die Pause gegangen“, so Imre Renji.

 

Psychologisches Moment

Das wäre ein psychologisch ungünstiger Zeitpunkt für die Gäste gewesen. Stattdessen hatten die Ennepetaler einen günstigen psychologischen Zeitpunkt nach dem Seitenwechsel. Nicht ganz eine Minute war gespielt, als Robin Gallus die 1:0-Fürhung für Ennepetal markierte. Die Story zum ersten Sieg der Ennepetaler in einem Meisterschaftsspiel gegen Lippstadt überhaupt nahm seinen Lauf.

 

Letztendlich hat ausgemacht, dass sich im Ennepetaler Team jeder für jeden zerrissen hat. „Alle haben Gas gegeben, das war schon eine tolle Leistung“, anerkannte Imre Renji.

 

(Heinz-G. Lützenberger: TuS Ennepetal kann SV Lippstadt doch besiegen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/ennepetal-gevelsberg-schwelm/tus-ennepetal-kann-sv-lippstadt-doch-besiegen-id12335708.html#plx183097534)