Verhandlung um Ennepetal in nächster Runde

Verhandlung um Ennepetal in nächster Runde

15/11/2016

Die Punkte bleiben vorerst beim TuS Ennepetal. Nach der Verhandlung vor der Spruchkammer des Westdeutschen Fußballverbandes in Duisburg ist die Entscheidung um die Spielberechtigung von Teixeira in Rheine und gegen Hamm weiter offen.


Erst einmal ist nur eines sicher: In der Fußball-Oberliga wird es am kommenden Samstag keine zu wiederholende Begegnung zwischen dem TuS Ennepetal und der Hammer SpVg geben. Das ist ein Ergebnis der Kammerverhandlung des Westdeutschen Fußball-Verbandes in Duisburg.

Es ging um vier Punkte, die den Ennepetalern hätte abgerechnet werden können. Es ging um die Partie in Rheine, das 1:1 endete, und um die Begegnung gegen Hamm, welche die Klutertstädter mit 2:1 gewannen. Der Vorwurf: Renan Teixeira, der aus Brasilien stammende Ennepetaler Kicker, soll nicht spielberechtigt gewesen sein. Dem TuS Ennepetal wurde allerdings bescheinigt, schuldlos an diesem Vorgang gewesen zu sein. Ein Einsatz wäre womöglich korrekt gewesen. Der „schwarze Peter“, wenn man so will, liege nun bei der Passstelle in Duisburg.

Nächster Termin: 28. November
Nun ist immer noch nicht ganz klar, was passieren soll, was passieren wird. Denn die Kammer in Duisburg hat den Fall zurück verwiesen an den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. Auf dieser Ebene soll es nun eine Entscheidung geben. Eine Termin vor der Spruchkammer des FLVW ist für den 28. November, einem Montag, in Kaiserau angesetzt

Während der Verhandlung vor der Spruchkammer des Westdeutschen Fußballverbandes unter dem Vorsitz von Herbert Jung ging es um die Spielberechtigung des Brasilianers, um den unerlaubten oder erlaubten Einsatz des Mittelfeldspielers in den Partien gegen Hamm und in Rheine, es geht um Fristen, die möglicherweise versäumt oder eingehalten wurden – seitens des Verbandes.

Punkte bleiben zunächst beim TuS
Eine gewisse Erleichterung am Montagabend war jedenfalls bei den Offiziellen des TuS Ennepetal in Duisburg zu verspüren, dass (zunächst) nicht die Punkte weg sind, dass (zunächst) nicht die Partie gegen Hamm am 19. September wiederholt werden müsse. Unmittelbar nach der Kammer-Sitzung indes wussten Thomas Riedel als Sportlicher Leiter, Peter Oberdorf als Geschäftsführer sowie Frank Oberdorf als zuständiger Rechtsanwalt des Vereins noch nicht wirklich, wie dieses Urteil zu interpretieren sei. Immerhin: Noch sind die Punkte da, wo sie hingehören: auf dem Konto des Tus Ennepetal. Mit verhaltener Zuversicht wird das Ennepetaler Trio in die kommende Verhandlung gehen.

Rückblende: Nach dem 1:1 in Rheine am 25. September kam die Meldung, Renan Teixeira habe gespielt, obwohl er nicht spielberechtigt gewesen sei. Das löste Kopfschütteln, Unverständnis beim TuS Ennepetal. „Die elektronische Spielbericht ist so angelegt, dass gesperrte oder nicht spielberechtigte Akteure mit einem entsprechenden Zeichen versehen sind“, so Peter Oberdorf Anfang Oktober zu unserer Zeitung. „Und wir konnten den Spieler eintragen.“

War Teixeira spielberechtigt?
Was die Verwunderung rund ums Bremenstadion vergrößerte war, dass im Spiel eine Woche zuvor gegen Hamm eben dieser Renan Teixeira spielen durfte. Doch diese „Tatsache“ hatte nur kurz bestand. Denn auch der 2:1-Sieg gegen Hamm sollte kassiert werden. Der Stand also im Oktober war: Die Partie in Rheine wird für Rheine gewertet, die Partie gegen Hamm wird wiederholt. Termin: 19. November. Allerdings: Seitdem wurden die Daten auf der semi-offiziellen Internetseite „fussball.de“ nicht eingepflegt. Diese drei Punkte waren und sind dem TuS Ennepetal zugeordnet. Auch das einige Wochen im Raum stehend Wiederholungs-Spiel wird nicht eingetragen. Bis gestern nicht.

Vorher mulmiges Gefühl
Und nun die Verhandlung am Montagabend in Duisburg. Die Ennepetaler hatten vor dem Gang an die Wedau durchaus ein mulmiges Gefühlt. Keiner sprach es offen aus, doch hinter vorgehaltener Hand gab es die Befürchtung, die Punkte zu verlieren, das Wiederholungs-Spiel zu bekommen. Schließlich habe man noch nie gehört, dass ein Verein gegen einen Verband in einer Kammersitzung „gewonnen“ habe.

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